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Schlagwort: "ultraweitwinkel"

Tweak it baby!

Tweak it baby!

oder – “Ist RAW-Bearbeitung Betrug oder Notwendigkeit?”

Wenn Sie, werter Leser nun aufseufzen, weil Sie sich fragen warum denn nun schon wieder jemand dieses Thema behandelt, kann ich das gut verstehen. Warum ich es trotzdem tue? Nun, zum Einen habe ich es hier noch nicht getan, zum Anderen aus gegebenen Anlass. ;)

Dynamikumfang sichtbar machen

Wie ich in diesem Artikel bereits erwähnt hatte, bringt gerade die Ultraweitwinkelfotografie die Kamera oftmals in Bedrängnis um die gesamte Hell-/Dunkel-Verteilung einer Szene richtig aufzunehmen. Diese Problem wird meist mit fehlendem Dynamikumfang beschrieben.
Und hier beginnen schon die ersten Unterschiede, zwischen JPEG-Fotografen und RAW-Fotografen. Während die D700 bei Verwendung der neutralen Tonwertkurve einen Dynamikumfang von ca. 7,8 Blenden bietet, kann man dem NEF (Nikons RAW-Datei) noch weitere 3,8 also insgesamt 11,6 Blenden entlocken.
Dies ist möglich, weil in der RAW-Datei viel mehr Informationen stecken, da die Dateien nicht komprimiert werden. Dies wird spätestens dann sichtbar wenn man versucht die Tonwertkurve eines JPEGs anzupassen. In einem gewissen Umfang ist das natürlich auch auch möglich, doch früher oder später wird man mit Tonwertabrissen zu kämpfen haben. Anders bei der Bearbeitung einer RAW-Datei, hier kommt man deutlich später in die Bredouille.

Um zur UWW-Fotografie zurückzukommen – wie in diesem Beispiel ist es oftmals der Fall, dass sich der Fotograf entscheiden muss welche Bildbereiche er korrekt belichten will. MLO_0827 MLO_0827-2Doch wie Sie sehen, würde man hier ungern den Himmel ausfressen lassen noch die untere Bildhälfte unterbelichten. Also habe ich auf den Himmel belichtet, mit dem Wissen die Schatten/Tiefen korrigieren zu können.
Die Informationen sind vorhanden, müssen eben nur “herausgearbeitet” werden. Oder anders gesagt dürfen nicht verschenkt werden. Eine weitere Möglichkeit wäre sicher gewesen einen Grauverlauffilter zu verwenden, ich finde aber das “getweakte” Ergebnis genauso zufriedenstellend.

Abschließend möchte ich sagen, dass die Bearbeitung einer RAW-Datei heutzutage zum ganz normalen Fotografie-Workflow zählt.

Wie sehen Sie das? Haben Sie eine ganz andere Philosophie, dann schreiben Sie doch einen Kommentar.

Ultraweitwinkel für Nikon FX

Ultraweitwinkel für Nikon FX

Ach ja, wie sehr man sich doch täuschen kann!

Vor knapp zwei Jahren dachte ich noch, ich wär am Ziel meiner fotografischen Ausrüstungsreise angekommen, doch es musste anders kommen.

Bislang gut zurecht gekommen

Mittlerweile bin ich ich auf das Nikon Kleinbildformat FX umgestiegen und musste meine Objektive zum Teil anpassen. Das Tele-Zoom verrichtet weiterhin treu seine Dienste beim Standard-Zoom musste ich bereits letztes Jahr nachrüsten.
Leider war auch mein bisheriges Ultraweitwinkelobjektiv, ein 10-20mm nur für den kleineren APS-C Bildkreis gerechnet. Da für meine Arbeiten der Brennweitenbereich unterhalb von 24mm nicht ganz so interessant war, hatte ich bislang auch darauf verzichtet hier nachzulegen. Dank der Möglichkeit, an der Kamera auch das DX-Format (APS-C) mit geringerer Auflösung nutzen zu können waren mir auch bislang “behelfsmäßige” Ultraweitwinkelaufnahmen möglich. Doch irgendwie war ich diese Notlösung leid und scheinbar hatte Nikon Mitleid mit mir…

Keine Kompromisse mehr

Mit dem Escheinen des Nikon 16-35 f/4 dachte ich eine günstige(re) Möglichkeit gefunden zu haben den Bereich unterhalb 24mm abdecken zu können. Bislang hatte Nikon nur das teurere 14-24 f/2,8 anzubieten.
Doch nach den ersten Test und Beispielbildern im Internet und spätestens nach dem fundierten Test auf Photozone wusste ich, dass es wohl doch nur ein Kompromiss werden würde. Vor allem die geringe Preisdifferenz zum 14-24 ließ mir die Entscheidung leichter fallen und so wurde das gute Teil bestellt.
Ein weiterer wichtiger Punkt der mich zum teureren Objektiv bewogen hat, war die Brennweite. Wer im Ultraweitwinkelbereich fotografiert, weiß wie viel dort der eine oder andere Millimeter ausmachen kann. Am DX-Sensor hatte ich mit dem 10-20mm Objektiv bereits “echte” 15mm oder 102,4° – 63,8°, das 16-35 hätte mir “nur” einen Winkel von 107° – 63°. Da ich aber keine Kompromisse eingehen wollte, habe ich mich für die 114° – 84° des 14-24 entschieden.

Kein VR, Keine Filter, dafür scharf bis in die Ecken

D700 mit Nikkor 14-24 f/2.8 Anders als das Nikkor 16-35 verträgt  das Nikkor 14-24 keine Filter, da die stark gewölbte Frontlinse einfach im Weg ist. Doch für meine Belange werde ich diese Möglich kaum vermissen. Einzig der Polfilter ist schwer per EBV zu imitieren, jedoch ist bei diesen Brennweiten der Einsatz eines Solchen eh fraglich, da die Wirkung nicht das gesamte Bildfeld abdecken würde.
Auch fehlt dem 14-24 anders als dem 16-35 ein Bildstabilisator, der aber in meinen Augen in diesem Brennweitenbereich sowieso nicht sonderlich viel Vorsprung bei den Verschlusszeiten bringen dürfte.
Unglaublich dagegen die Schärfeleistung des Objektivs! Selbst bei 14mm und Blende 2,8 ist die Schärfe beeindruckend, erst recht wenn ein bis zwei Blenden abgeblendet wurde. Bei ca. f/5,6 hat das Nikkor seinen “Sweetspot”.

War’s das jetzt?

Ist die Mission diesmal beendet? Kommt da noch was?

Bestimmt! ;)

Baumkronen Baumkronen

In diesem Beispiel wurden die Kornähren mit in das Bild eingebunden um ein Element im Vordergrund zu haben.

Ultraweitwinkelfotografie

Spezialdisziplin mit Tücken

Ultraweitwinkelfotografie (im folgenden UWW) darf man, wie jede andere Spezialdisziplin in der Fotografie, nicht unterschätzen. Zu viele, mitunter versteckte, Gefahren lauern bei der Gestaltung des Fotos. Angefangen von verzerrten Gesichtern oder Extremitäten über Objekte die im Bild untergehen, Lens Flares bishin zu Fehlbelichtungen ist alles möglich.
In diesem Beitrag zeige ich Bildbeispiele die mit dem Objektiv Sigma 10-20mm f/4-5,6 angefertigt wurden.